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Donnerstag, 15. September 2016

wadawasaw (means love, man)


ja, ich weiss, das habe ich schon mal gepostet, aber weil die kleine giraffe einen rasta gesehen hat und ihn "Der Weihnachtenmann!" labelte, dachte ich, ich spiel mal mit den "JAH beanie tapes" denselben.

Freitag, 10. Juni 2016

bavaria on dope

OMG ... mit CSU'lern, die auf staatskosten sex hotlines anrufen oder mit 16jährigen in die kiste steigen, lernt man peu a peu zu leben ... aber, daß die CSU'ler sich jetzt auch noch was anderes durch die nase ziehen als schnupftabak, das geht doch jetzt wirklich zu weit. das ist schon ein stückweit ein kontrollverlust, das wird die parteikollegin mortler nicht zu schätzen wissen.

was kommt als nächstes? ein verteidigungsminister, der auf AC/DC steht?? schwarze messen in der staatskanzlei, in deren verlauf lange nadeln in eine puppe gestochen werden?

where have all the good times gone? unter ihm hät's so was nicht gegeben, oder???


special message from cloud 9: "lieber gauland - quod licet jovi non licet bovi"

Freitag, 23. Oktober 2015

erbarmen! die russen kommen! (80ies style)


so konnte das schon mal aussehen, wenn hinterwäldler in den mittleren 80ern eine kleine gaga attacke verabredeten und bizarre, aber lustige flyer verteilten. das original aus den archiven gezerrt.

Freitag, 9. Oktober 2015

aus den archiven: hörpanorama geschichte (1985)

eben zunächst auf youtube und dann auf meinem eigenen kleinen subreddit ("das ihr ist der weg") gepostet: meine erste große liebe in sachen radiofeatures; so begann es ...


falls das mit youtube nicht klappt, das audiomaterial liegt jetzt auch auf archive.org

das dürfte wohl nicht nur eine der ersten sendungen gewesen sein, die ich in der art aus dem radio (noch mit kassettenrecorder) aufgenommen habe, es ist vor allem die sendung, die mein interesse an dieser besonderen form der wissensvermittlung überhaupt erst geweckt hat.

sie besteht aus interviews, ausschnitten aus zeitzeugen gesprächen (wir hören zb. otto strasser, der von seiner ersten begegnung mit adolf hitler berichtet), ausschnitten aus wunderbaren features (wie etwa paul assals "halt stand, rotes madrid!") ... kurzum ein potpourri köstlichster zutaten. was die sendung aber besonders macht, ist, daß sie die geschichte des landes durch die augen derer erzählt, an die man sich wohl besser erinnern kann als an die verbrecher. hier werden männer wie carl von ossietzky, robert w. kempner, walther mehring ua. zu worte kommen und von einem untergegangen land berichten, das für uns unter dem schutt der nazis verborgen liegt.

es gehört zu meinen lang gehegtesten schätzen und ist hier jetzt zum ersten mal seit 30 jahren überhaupt erst wieder zu hören, denn ... kaufen kannst du so was nicht, so was findest du nur hier ;-)
also: get it while you can ...

Mittwoch, 30. September 2015

aus den archiven: verschwörungstheorien

wenn ich schon dabei bin, hier eine kleine reihe von rolf cantzem zum thema verschwörungstheorien

01. freimaurer und illuminaten


02. die protokolle der weisen von zion


03. verschwörungsideologien


04. die weltordnung der weltverschwörer


bonus: die arische religion yoga im nationalsozialismus


Sonntag, 27. September 2015

aus den archiven: journal 1870/71


das musste dringendst mal an die frische luft: "journal 1870/71" tut so, als habe es damals fernsehen gegeben und berichtet live von den schauplätzen des deutsch französischen krieges. ein VHS rip, nicht die dollste qualität von allen, aber ein wirklicher kleiner schatz. viel spaß damit.

Freitag, 14. August 2015

alte helden ...

manchmal traue ich mich ja was, worüber ich lange nachdenke, ob ich es wirklich tun soll, weil ... naja ... ich auf der einen seite ängstlich bin, jemandem auf die füsse zu steigen oder ich mich frage, ob das nicht als respektlos rüberkommt. ich habe da einfach so meine skrupel und die gelten auch und vor allem für dinge, die ich in meinem archiv herumliegen habe. dinge, die für mich einen wert haben und diesen verlieren, wenn ich respektlos mit ihnen umgehe. konzerte zb., die ich in den 80er aufgenommen habe, sind nichts, womit ich zb. gerne geld gemacht hätte. ein konzert, master aufnahme, von sonic youth 1983 vor 12 leuten, mit der genehmigung des mixers, mikros über seinem kopf fest justiert ... 

wie gesagt, der respekt gebietet ... und wenn ich mich schon mal über meine skrupel hinaus setze, dann versuche ich immer noch, es nicht zu übertreiben, weil die dinge gehören ja nicht wirklich mir und ich weiss nie, wie derjenige darauf reagiern wird, dem sie gehören. von wolf maahn, dessen "i'm cruising tonight"  von der ersten food band ich mal auf youtube gesetzt habe, weil es - verdammtnochmal! - wahrscheinlich nie eine cd von dieser wunderbaren platte geben wird, habe ich nie was gehört und weiss nicht, ob mich das nun freuen soll (der mann hat ein managment).

aber ich kann nun das stück immer als "bloghymne" einbauen, weil es so etwas "spectateur nocturne"-haftes eines meiner alten helden, eines der ersten blogger ever, restif de bretonne-mäßiges (lieber das französische wikipedia konsultieren ...) hat, der neben samuel pepys und michel de montaigne zu den säulenheilgen des quixioten gehört.


gemeldet hat sich jetzt aber ein anderer meiner helden, von dem ich letztens ein stück aus einem konzert mit der band RIF 1982 im lebacher rumpelstilzchen gepostet hatte und ... ax genrich ist happy, hat sich mit mir in verbindung gesetzt, ich habe ihm das konzert in gänze zukommen lassen und wenn er es gehört hat, wird er mir sagen, was ich davon noch veröffentlichen darfdas wäre also ein moment, in dem ich mich freuen darf, meine skrupel in solchen dingen mal kurz beiseite geschoben und mich was getraut zu haben.

so hat die sache selbst nicht an wert verloren, jetzt hat sie eher an wert gewonnen


ich frage mich jetzt also, ob ich mich einfach mehr "trauen" sollte. aber darüber werde ich aber wohl ein bißchen nachdenken müssen ;-)

Dienstag, 14. Juli 2015

happy birthday!

20 jahre mp3. 

als ich mit dem teil da rechts, das ich mal als zugabe zu einem spiegel-abo bekommen hatte, bei meinen freunden aufkreuzte, haben die sich über die ausgesprochen dumme idee freggd gelacht, musik auf so einem lächerlichen teil mit sich herumzuschleppen, wo es doch tragbare CD player und walkmans gab, wo die musik ja soooo viel "echter" klang. sagen leute, die ihre cd's ins eisfach legen, weil die dann irgendwie besser klingen. eis ist nämlich gut für nullen und einsen ... und überhaupt:

"das wird sich nie durchsetzen!". ja schon klar.

 

wenn mich jemand fragt, was ich denn für eine nützliche erfindung in den letzten 20 jahren halte, ist meine antwort schnell gegeben: mp3, mp3 player und USB-sticks oder -festplatten. der rest kann mir gestohlen bleiben, wer braucht schon handys, smartphones und den ganzen büffelmist, an den man seine zeit mir nichts dir nichts verplempert, um unbezahlt die sachen anderer leute zu testen?

ich jedenfalls nicht.

Mittwoch, 8. Juli 2015

aus den archiven: kunstkopfstereophonie

weil gerade bei klaus an den elektrolurch von guru guru erinnert wurde und eh sonst nichts bemerkenswertes in der welt passiert ... ausser diesem "this is the end of the world (as we knew it)" in permanent dringlicher stetigkeit, an das man sich als hintergrundrauschen so langsam gewöhnt haben dürfte ... warum nicht in die vergangenheit gucken, wenn die zukunft so unspannend geworden zu sein scheint ...

also fiel mir ein, daß ich in den 80ern ab und an mit sennheiser kunstkopfmikros und einem hervorragenden sony recorder bewaffnet in dem einen oder anderen konzert "den kopf hinhalten" musste, sprich an einer guten stelle für anderthalb stunden still stehen und ihn möglichst nicht bewegen durfte. bei dem recorder, den man einigermaßen bequem in die jacke stecken konnte, dürfte es sich wohl um dieses modell gehandelt haben


sozusagen ein "walkman" bevor es den "walkman" als solchen gab, eher ein profiteil - nein, es gehörte nicht mir, ich war immer eher so der "ich geb' maximal 250 mark für so was aus" typ. aber halt der, der anderthalb stunden den kopf gerade halten konnte.

dabei herausgekommen sind ein paar kleine schätze, von denen ich heute mal zwei fitzelchen auf youtube gestellt habe


alexis korner zb. gehört defitiv zu den musikern, denen schon immer mein herz gehörte, und wenn du led zeppelin oder die rolling stones magst ... sag' danke, alexis, denn er hat sie sozusagen "ausgebildet". er ist einer der beiden felsen, auf die die britische rockmusik gebaut ist, der, dem man mal den stempel "vater des weissen blues" aufdrückte. als er 1981 sozusagen "vor meiner haustür" in sulzbach spielte, gab's also kein halten mehr - und daß er colin hodgkinson mitbrachte, war die kirsche auf der sahnetorte, denn der wiederum war als bassist der jazzrockband back doors zu ruhm gekommen, weil er seinen bass wie eine gitarre zu spielen gewohnt war, also nicht als begleitinstrument im hintergrund sondern als leadgitarre.


Freitag, 19. Juni 2015

30 jahre später


diese platte hätte es besser mal schon vor 30 jahren gegeben, weil die musik es damals schon verdient hätte, auf vinyl gepresst zu werden. die band, sinalco fluor s, eine punk oder - wie man das damals nannte - "new wave" band aus püttlingen/saar blieb so eine "local attraction" aus dem "hinterwald", die mehrere kassetten bei dem damals äußerst regen label "wartungsfrei" veröffentlicht hatte, beiträge auf deren "saarlandsamplern", konzerte in der region absolvierte und es dann irgendwann schaffte, eine aufnahme auf platte zu pressen: klon. aber da hatte volker 7 schon die band verlassen, ein saxophonist seinen part übernommen und ... naja, sagen wir es mal so, bis auf "ohne titel" höre ich sie nur selten.

Montag, 15. Juni 2015

das hatten wir schon mal

in den neunzigern, als (der damalige richter) nešković sich an das bundsverfassungsgericht wandte und die frage geklärt sehen wollte, ob der deutsche als solcher ein recht auf rausch habe.

ach ja, täglich grüßt das murmeltier ... wie ein griff ins archiv zeigt. sorry für das knistern, stereovideorecorder, 22 jahre altes band


und als bonus track: die damalige jugend und gesundheitsministerin im gespräch mit nešković und günther amendt.


und dazu ein bißchen was zu hören: pro und contra-argumente zum thema ...

wenn dich das thema nicht interessiert, lege ich dir dieses kleine interview 'Die vernetzten Vielen werden zur fünften Gewalt'  mit bernhard pörksen ans ohr

Samstag, 23. Mai 2015

mein erstes programm

1986 für TI 99/4A. viermal verkauft ;-)
um die grafik hinzubekommen, musste ich den kompletten ascii-zeichensatz dieser kiste buchstaben für buchstaben, bit für bit umschreiben. auf dem boden verteilt lagen karierte blätter mit der grafik, alles in 8 * 8 kästchen unterteilt, feld an, feld aus ... dann wurde das ganze zeile für zeile in hexadezimale schreibweise übersetzt. 8 zeilen = ein buchstabe, alle zeichen neben und über einander auf den bildschirm geworfen und siehe da: eine pyramide aus bits und bytes, die man alle noch persönlich kannte.

was auf einem rechner mit insgesamt 64kb hauptspeicher (von denen 16 übrig blieben, wenn erst mal das "extented basic" lief) kein grosses ding war ;-)

nieder mit den terrabytes! es lebe das bit ...

ach ja, es macht natürlich einen heidenspaß, einen jungen menschen zu fragen "möchtest du mal mein erstes programm sehen?" und dann in's regal zu greifen, um eine kassette hervorzuzaubern ...

Mittwoch, 13. Mai 2015

wer bin ich eigentlich und wenn ja wieviele?

texte können unfassbar komisch sein. na gut, die meisten sind "nicht so gemeint", weil sie eigentlich "todernst" gedacht sind ... aber dummerweise werden texte ja nicht nur geschrieben, sie werden auch gelesen und dann kann es schon mal vorkommen, daß einer, der es "ernst" meint, am ende als "horst" da steht.

mein lieblingstext der woche ist diese wunderbare kleine selbstdarstellung

Wir seid Ihr, Ihr seid wir!
Wir studieren mit Euch. Wir sind Unbekannte und möchten das bleiben, denn unsere Identität ist irrelevant und jede Meinung nur ein Fraktal. Wir möchten Euch keinen Stempel aufdrücken. Wir möchten den Raum zu einem Prozess eröffnen, dessen Ziel absolut offen ist. Wir stehen zusammen mit Euch allen am untersten Ende der akademischen Hierarchie. Von hier möchten wir alle einen Abschluss, einen Job und uns den Zugang zu Einkommen wahren. Wir möchten eine Zukunft mit unseren Kindern und Wohnraum und so weiter, um das hier entworfene Gedankenkonstrukt zu reproduzieren, damit unsere Nachkommen dies weiter kultivieren können. Ihr kennt das ja…
Datenschutz gelebt
Leider zeigen jüngste Entwicklungen im online- und offline-Datenschutz, dass das nicht mehr so einfach sein wird. Potentielle Arbeitgeber_innen würden unsere Namen recherchieren können und dabei feststellen, dass wir in unserer Studienzeit kritische Diskurse organisiert haben – Heutzutage ist das Verteten einer Meinung leider nicht sehr karrierefördernd. Deshalb müssen wir vorsichtig sein, wenn wir unser kleines bequemes bürgerliches Glück nicht mit postadoleszenter Revoluzzerei verspielen wollen.

klar, kenne ich das. in jenen tagen in der GAZ (der "guten alten zeit", als wir noch einen richtigen kanzler hatten und nicht diesen fettfleck aus der pfalz, mit dem wir dann 16 jahre leben mussten) gab es diesen typus "revoluzzer" auch: der saß in der runde und war immer der, der die drastischsten forderungen stellte, jeden abschuss der raf wahrscheinlich in seinem kleinen "roten kalender" notierte und unbedingt das "schweinesystem" abschaffen wollte. oder, naja, daß andere es für ihn abschaffen sollten.

Roter Kalender aus dem rotbuchverlag 1984

er wurde dann chef eines modehauses, vom papa geerbt. sein "zugang zu einkommen", sein "wohnraum" waren sicher ganz passabel, ich weiss aber nicht, ob es da auch kinder gibt. ab einem gewissen punkt verliert man ja einfach das interesse an dem realen, gibt sich der schönen erinnerung hin und wird milde.

Freitag, 27. März 2015

Sinalco Fluor S EP


volker 7, sänger der "mark I" version dieser wirklich tollen band (was soll ich sagen, das ist nicht nur lokalpatriotismus) läßt gerade in einer begrenzten auflage das frühwerk pressen und hat mir schon mal das cover zukommen lassen.

wenn du mehr über die band wissen willst, es gibt hier einen "tag", bei soundcloud ein paar tracks, die ich zu meinem privaten kleinen "ansset's choice" tape zusammengestellt hatte und vor allem auf den hinterwaldarchiven alles, was ich aus meinem so zerren und der gegenwart zu unterbreiten hätte.

Sonntag, 8. Juni 2014

interlude: jenseits der echokammer

[ das hier ist aus der "restekiste" und bevor es den zeitlichen bezug verliert und weil es sich mit meinem aktuellen rant über das internet überschneidet, entsorge ich es mal schnell als "zwischenspiel." ]

claudia hat mir gerade attestiert, daß ich verbittert und meine reaktion auf sascha lobos wutrede eine "Beschimpfung der 'Netzgemeinde'" sei

ich weiss ja nicht, wie's dir so geht, wenn du was hörst oder liest ...

also diese art "aufreger". "der und der", der hat schon wieder ...

ich denke mal, es geht dir wie mir: du bist bereit, dich aufzuregen. stante pede!

D.E.R. S.C.H.O.N. W.I.E.D.E.R.!!!

kann der/die/das nicht einfach mal, also echt ... ein S.K.A.N.D.A.L. sondergleichen, das, da möchte man doch am liebsten mal so richtig ...

Donnerstag, 5. Juni 2014

die wunderbare welt des internets

ich liebe das internet, echt ...

es ist ein bißchen wie alzheimer - man lernt jeden tag neue leute kennen.

im moment geistert gerade ein buch von uwe krüger durch die diskussionen, in dem er die verbandelung bestimmter journalisten in netzwerken offenlegt. das wird dann gerne in verbindung mit der verblödung durch die "systemmedien" gebracht: "guck hier - da hast du den beweis!"

für mich beweist dieser hinweis vor allem eines: alzheimer.

und deshalb kannst du jetzt mal gerne auf eine post auf diesem blog vom februar 2013 gucken. oooops ... ja selbst auf carta.de  wurde das dann im märz diskutiert, es gab anfang februar einen artikel beim freitag,  ich glaube, mich hat der erblogger mit der nase drauf gestoßen und einen beitrag im dlf zum thema findet sich auch,  am 23.02.2013 17.20 "Baetz, Brigitte - Journalisten im Netzwerk der Eliten _ Uwe Krüger". den rest kannst du dir zusammengoogeln, offensichtlich hat krüger ja schon 2010 darüber gearbeitet.

aber schön, daß wir noch mal drüber geredet haben. nächstes jahr unterhalten wir uns dann noch mal über diese geschichte mit dem "cyberkrieg" durch nashibots. das wird dann sicher auch "brandaktuell" sein ...

hey, nichts für ungut, das internet ist eine tolle sache, wir haben jeden tag drei neue erkenntnisse, die wir alle schon vor einem jahr hatten ...

ein endloser spaß.

Montag, 17. März 2014

aus den archiven: famous quotes #1

weil ich gerade (mal wieder) andernorts die geschichte erzähle, daß ich schuld bin an der bombardierung serbiens, prüfe ich mich und meine damalige argumentation noch mal selbst, stochere also in alten compuserve posts herum und bin auf eine stelle im thread "SPIEGEL & Krieg" vom 10.12.1994, antwort auf michael schmidt, gestossen ... (nein, nicht _dem_ michael schmidt, der sich damals auch im forum herumtrieb, wenn er nicht gerade als einer der fantastischen unterwegs war oder privat nette einladungen zu megavier-konzerten in - sagenwirmal - trier aussprach), die hier ein definitives r.o.f.l. ausgelöst hat. 
[..] Was glaubst Du hat ein Herr Ihlau vom Spiegel als
[..] Provision für seine Kriegsaufruf in der letzten Ausgabe
[..] erhalten? 
die kündigung, wenn du DPA glauben darfst.  
aust wird neuer chef im spiegel ...
von da an ging's bergab ;-)

es ist lustig zu sehen, wie wenig ich doch in den letzten 20 jahren einen großteil meiner überzeugungen verändert habe oder verändern musste.

wie sich der spiegel weiter entwickelt hat, messe ich übrigens immer an der formulierung "nach SPIEGEL-Informationen". dann weiss ich, daß die beim oberschlauen leidmedium der republik mal wieder mit einem alten hut kommen, den ich jedenfalls zu dem zeitpunkt schon ein paar tage vorher, so oder doch so ähnlich, in der regel aber "tiefer" in der ursachenerklärung vom dlf kannte.

Donnerstag, 27. Februar 2014

aus den archiven thule 02

Der "Münchner Beobachter"


Seit seiner Übernahme durch die Thule im Sommer 1918 war der "Beobachter" das publizistische Organ der "Thule" gewesen, in dem die politischen Ereignisse aus der antisemitischen Perspektive kommentiert wurden.

Das Blatt selbst war schon 1868 gegründet worden und durch die Hände mehrer Herausgeber gegangen, bis es schließlich 1900 von Franz Eher übernommen wurde.  Es vertrat antiklerikale und antisemitischen Ansichten, ein billiges Blatt mit 6 dreispaltigen Seiten, in dem vor allem Lokales veröffentlicht wurde und das keine besonders große Auflage erreichen konnte. Als Eher im Juni 1918 starb, übernahm die "Thule" durch die bereits erwähnte Vermittlung des Dr. Gaubatz den "Beobachter",  änderte dessen Namen in "Münchner Beobachter und Sportblatt". Der Inhalt wurde antisemitischer und bestand nun zum Teil aus Nachrichten über Pferderennen. Hier wurden die Anzeigen des Germanen-Ordens und der Thule veröffentlicht, aber auch Nachrichten aus der völkischen Szene Münchens.