Samstag, 18. Mai 2013

einfach nur zuhören ...

Mensch und Bewusstsein - Der Neuro-Philosoph Thomas Metzinger im Gespräch

und

Die Kommunistin im Auswärtigen Amt. Ilse Stöbe, Kurierin der Roten Armee

"ich bin aufgewacht und hab' gesehen, woher wir kommen, wohin wir geh'n ..." (Rio Reiser)

ich bin mir nur irgendwie nicht so recht sicher, ob uns der weg dann wirklich "schritt für schritt ins paradies" führt ...

Freitag, 17. Mai 2013

ein kleiner plausch

seit es den politblogger nicht mehr gibt, irre ich ja ein wenig haltlos und ungeordnet durch die untiefen des raums. den spiegel mag ich nicht, eigentlich dieses ganze "mainstreammedien" zeugs gleich mit, das für sich etwas beansprucht, was es nicht bietet: qualität.

ich gestehe, eigentlich geht mir im moment eigentlich auch die bloggosphäre ziemlich sonstwo vorbei, mir reicht im grunde, was via deutschland-radio wissen von dort so zu mir durchdringt, komplett. alles verschiebt sich zunehmend in das "anderer-leute-problem"-feld, weil es so gähnend langweilig und ewig wiederkehrend ist und sich auf diese "vom höckchen zum stöckchen" korinthenkackerei kapriziert.

worüber soll man sich heute noch aufregen?

ach ja, die hirnis von der telekom. stimmt. echt zum kotzen.

ist aber (noch?) ein "problem-anderer-leute-feld", die anderen sitzen noch ängstlich in den löchern und warten, bis die von der drosselkom sich ne abreibung gefangen haben, und wenn sich der pulverdampf dann gelegt hat, die wut verraucht ist, dann ziehen die nach. schaufeln die kohle und befriedigen damit ihre anleger.

frag mal die leute bei vodafone, die erzählen dir, wie der hase läuft. hier wird die kuh gemolken, die milch wird dann in london gesoffen oder in nutten und koks umgewandelt. kann man sich, vor allem, wenn man direkt betroffen ist, schon ziemlich drüber aufregen. aber hey, "wir" sind ja nicht betroffen und bis die welle "uns" wegfegt, ist ja noch soooo lange hin, n'est ce pas?

oder soll ich mich über diesen hirni bei der faz aufregen? oder noch schlimmer, diesen kleinen hetzer beim focus? über den dämlack beim spiegel und seine linkenneurose kann man sich ja nicht ernsthaft ärgern, dem kann nur noch ein psychologe helfen: "hilfe, meine kindheit wurde in müsli ertränkt" ...

darüber, daß der spiegel mich seit ein paar tagen direkt mit dem dezenten hinweis nervt, ich hätte javascript abgeschaltet, kann ich ja nur kichern. also, wenn ich ein hacker wäre, der spiegel, diese fliegenfalle für meinungsgeile trottel, wäre doch der erste ort, wo ich einen drive-by-virus positionieren würde und weshalb sollte ich gerade dort javascript anschalten? damit sie mich zu-poppen können.

da sei adblock vor ...

ich gestehe: ich bin so herzlos und verwende dieses kleine tool.

und natürlich verwende ich seit einem halben jahr auch "ghostery"

und, verdammt, ich genier mich nicht dafür. wieso auch?

früher, in jenen GAZ, von denen immer geraunt wird und deren erwähnung allen, die erst weit nach bobbelchen becker ins netz eintraten und sich mit dem titel "net-natives" schmücken, sofort die neidgalle in den schäumenden mund treibt, früher also, als alle noch nett waren, da hätte man mich mit einem appell an mein schlechtes gewissen erreichen können.

heute sage ich "leckt mich am arsch". wenn ich euch die hand reiche kommt irgendso ein arschloch und beisst mir den arm mit einem virus ab. da bin ich einfach nicht scharf drauf, so wenig, wie beim surfen eine breite spur zu hinterlassen, auf dem irgendwo auf dem planeten mir dann nachschnüffelt.

das net ist nicht mehr "nett"

heute gehört das net den arschlöchern

nachdem ich jetzt so unvermutet in medias res getaumelt bin, muss ich - du kennst mich - erst mal einen schritt zurücktaumeln, die überschrift aufgreifen und von einem kleinen plausch berichten, den ich unlängst (ich liebe dieses wort!) an einem ort versuchte, wo noch einer von den netten sitzt.

konkret der klaus jarchow.

ich weiss ja nicht, ob ich dem nicht auch ab und an mit meinen ausufernden tiraden auf den wecker gehe, was okay wäre, weil ich ja wirklich ausufere und irgendwie so ganz und gar keine kontrolle habe über meinen wortfluss, aber - naja, er ist nett uned wenn mich mal ein gedanke anfällt, dann lade ich ihn gerne dort ab.

unlängst (hihi) musste ich ihn stante pede mit ein paar meiner erkenntnisse mitteilen, die mich ansprangen, als ich "kill decision" von daniel suarez hörte, weil mich "die wohlgesinnten" von jonathan litell, so großartig es auch ist, langsam aber sicher auslaugte.

klaus hatte in einem kommentar die frage angestossen, wer denn nun eher "in Leserbriefen und Kommentarspalten vom Leder zieht", ein thema, das ich für mich nach mehr als einem jahrzehnt schon eindeutig beantwortet hatte: die arschlöcher. und die sind ja meistens eher rechts, wenn sie überhaupt in solchen kategorien denken können. was sie meistens nicht können, also nenne ich sie einfach "die arschlöcher" und spare mir die zeit, darüber nachzudenken, wo die zu verorten sind.

es gibt ja auch linke arschlöcher

aber die, denen ich so im verlauf dieser dekade zunehmend begegnet bin, die waren eher ungezogene rechte arschlöcher, denen die computer BLÖD irgendwann mal verraten hat, wie man in dieses netz dingens reinkommt.

früher, in der GAZ, konnten das ja nur leute mit verstand, da konntest du drauf wetten, daß die eher in der kategorie "nett" einzusortieren waren.die kannst du heute mit der lupe suchen. und zwar ganz ganz ganz lang-

was du sofort siehst, dass sind die spätpubertierenden schulhofschläger, die die foren geflutet zu haben scheinen. denen gehört jetzt die welt.

ich erinnere mich genau an den moment, als die ersten von dieser sorte unterbelichteter vollidioten in foren den mund aufmachten. da waren sie noch schön umringt von intelligenten menschen, die auch schon mal ein wort wie "anstand" in anschlag bringen und es wie eine massenvernichtungswaffe einsetzen konnten. der idiot war sofort verbrannt, wenn er über ausländer herzog, nationalistischen dünnpfiff absonderte oder seine islamophobe paranoia auszutoben versuchte. "tais toi" und der hirni war weg.

irgendwann waren es dann zwei. dann waren es drei.

dann bekamen sie ihre eigenen foren, sagen wir mal so etwas wie PI oder gar ihr eigenes (störtebeker)-netz, puschten sich gegenseitig hoch, bestärkten sich in dem, was sie mit einer meinung verwechselten und dann ... tja, dann schwärmten sie halt aus, um die welt zu bekehren.

mach doch mal einen selbstversuch

lies mal eine woche lang die kommentarspalten im handelsblatt. die in der FAZ. wenn du hartgesotten bist, lies die kommentare in der WELT oder geh direkt zu PI.

und dann geh in den kommentarteil des spiegels. und siehst du den unterschied?

wenn ja, setz sofort die drogen ab, es gibt keinen mehr. die wenigen halbwegs intelligenten sind heute eingemauert von rüpelhaften schulhofschläger, eine minderheit, die ausstirbt und in absehbarer zeit verstummt sein wird.

weil mir das ra wilson vor ein paar jahrzehnten das so empfohlen hat, gehe ich natürlich zuerst mal zum "feind" und lese, was man dort so "denkt". ich will ja wissen, wann die scheisse überschwappt und das land bedeckt.

es ist vollkommen witzlos, zu den "guten" zu gehen

was will man denn den guten noch sagen, was sie nicht schon längst wissen und schon immer gewusst haben?

das einzige, was man sich dort "holen" kann ist eine überdosis elitären selbstverständnisses. "wir sind schlau", naja, eher "ich bin schlau", per se schlauer als du und jetzt lass uns mal die schwanzlängen vergleichen ...

es macht einfach keinen spaß. man muss immer drei ticks schlauer sein als der gesprächspartner und der kann noch so einen dösbaddeligen scheiss ablassen, um seine finale häutung zu rechtfertigen und noch rechtzeitig auf den abfahrenden zug aufzuhoppsen, er wird immer noch jemanden finden, der ihm nachläuft und das offensichtliche nicht bemerkt:

pure rechtfertigungslyrik, gedacht für die fangemeinde, die vielleicht wirklich mal dachte, der heros sei mal "links" gewesen, und nun, weil sie nicht selbst denken kann, halt nachläuft wie vorher auch und hofft, noch ein platz im abteil zu bekommen.

egal neben wem. die strasser brüder waren ja auch eher linke anarchisten ...

mir ist das zu anstrengend. alle sind so fokussiert auf ihr kleinkariertes thema, kreiseln so eitel um um ihre mühsam durchgehaltene brillianz und sind taub für alles, was sie nicht verstehen. der gesprächspartner ist per se dummer als man selbst und sollte lieber mal "die klappe halten", wenn er schon keine ahnung hat.

scho' recht, wenn's schee macht ..

dann schon lieber ein bad unter falschem namen bei den "deutschen wirtschafts (hüstel) nachrichten" und die eh schon ziemlich verwirrten noch mehr verwirren.

oder eben, wenn man gerade mal nicht im troll-modus läuft, ein kleiner plausch bei klaus ...

du hast wohl gedacht, ich komme nicht zum thema, was?

das thema, das ist die arschlochbrigade, die ohne daß jemand einen großen aufstand macht, die welt erobert hat und ich mich frage, ob ich daraus schließen muss, daß mein werter mitbürger in seiner mehrheit auch ein arschloch ist und die meinungen, die die honks da breit treten, mehrheitsfähig sind.

sagen wir einmal "raus aus dem euro", "raus mit den muslimen", "hängt die regierung an den nächsten baum", "die illuminieten und blöderberger regieren die welt!" ... also diese art debiler scheiss, den 14jährige, wenn sie zum ersten mal in ihrem leben ein buch gelesen haben, glauben sofort missionarisch unter's volk bringen zu müssen.

ich denke ja nicht, daß dem so ist.

ich konnte "den" deutschen ja nie leiden, habe mich von der grande armee immer vor meinen mitbürgern beschützt gefühlt, dachte, als die mauer fiel, daß wir jetzt nicht etwa unsere deutschen "brüder" wieder bekämen sondern eher fürchtete, daß wir jetzt mit einem haufen undemokratich erzogener so-als-ob-sozis bekämen, die das pendel deutscher befindlichkeiten in die definitiv falsche richtung ausschlagen lassen würden.

nicht, daß ich denen einen vorwurf machen könnte, sie konnten ja nix dafür, hinter der mauer und unter der knute von deutschen kleinbürgern verharren zu müssen, aber ich fand schon, daß diese militärmärsche ziemlich viel von den paraden der nazi zeit und die FDJ einiges von der HJ hatte, während "bei uns" meine mitbürger reichlich entspannt waren und den brüdern aus dem osten mit guildo horn beim ESC ein angebot unterbreiten konnten, doch auch mal zu relaxen.

naja, wenn ich mir so die leserbriefe durchlese, denke ich eher, die haben uns mehr verändert als wir sie, aber das sagt halt ein europäisiserter wessi, der mehr von den franzosen sozialisiert wurde als von dem ganzen nazikram, der - wie ich heute verstehe - trotzdem in uns wirkmächtiger ist (meine "gedankenautobahn") als wir uns das eingestehen wollen.

aber, ich schweife schon wieder ab ...

thema des kleinen plauschs bei klaus war ja, ob nun mehr rechte oder linke sich in diesen foren austoben und - weil ich mir gerade dieses "kill decison" reinpfiff und an eine stelle gelangt war, an der suarez die möglichkeiten der manipulation der offentlichen meinung via sozialer medien durchdeklinierte, musste ich natürlich sofort den einzigen damit zuballern, dem ich zutraute den gedanken zu sehen, der mich beschlich:

sind das "in wirklichkeit" nur avatare?

und dann - natürlich - sofort robert anton wilson und orson scott card als den frühen programmierern vertraute autoren und mit ihnen deren schon in den 70ern und 80ern entwickelten ideen mit einflechten.

stante pede zu behaupten, daß früher (in der GAZ) programmierer sich noch eher hippieideen verbunden verbunden fühlten und heute eben eine generation regiert, die eher von dem assholism-kult eines mark zuckerberg, diesem schmierigen hagbard celine lookalike, geprägt sind: kann man geld damit verdienen?

yep, man kann.

dieser quantensprung in der entwicklung, also dieser sprung weg von der hippie-attitüde der frühen netz kultur, die uns neben der eigentlichen netz-tradition der share & freeware kultur, der nettiquette und des "don't be evil" bescherte, hin zu einer exhibitionistischen unkultur sozialer netzwerke und der mit ihr sich gerade erst entfaltenden neuen spielregeln (halt dich kurz, sei ein arschloch, mach geld oder freunde), dieser quantensprung wird in dem, was ich so lese, stillschweigend ignoriert.

und mit ihm auch das, was suarez beschreibt: eine firma, die meinung macht,. socketpuppen in einer datenbank führt. aber, was ich dazu geschrieben habe, das liest du am besten bei klaus nach, ich muss noch ein bißchen arbeiten

zu guter letzt

vor nicht allzulanger zeit, einer gefühlten ewigkeit, gab es auf carta.de eine diskussion, warum alles bloß so wenig "nachhaltig" sei.

die antwort ist einfach: wir regen uns jeden tag über etwas neues auf.

und verlieren einfach den überblick. am anfang wussten wir um die zusammenhänge, wir hatten verstanden, was es auf sich hat mit der entlassung der mitarbeiter bei vodafone.

heute sind wir viel zu sehr damit beschäftigt, zu allem und jedem sofort eine meinung zu haben, sie zwanghaft twittern zu müssen, unsere meinung durch "likes" zu artikulieren, kurz & schnell. alles in kleinen häppchen.

am ende, das weisst du doch auch, sind wir auch nur noch häppchen, die ein großer fisch mit einem happs wegfressen wird. und irgendwie werde ich den eindruck nicht los, daß dieser große fisch um die ecke schon darauf lauert, daß wir als schwarm an ihm vorbeidüsen.

in diesem sinne: leck mich am arsch, bloggosphäre!

mir ist mehr an einem gelegen, der nicht nur die überschrift eines artikels über jonathan litells buch gelesen und eine meinung hat. aber einen, mit dem ich über die vielen kleinen erkenntnisse, die diese eigentlich erschreckend wunderbare buch so mit sich bringt, reden könnte, einen der bei dem namen robert w. kempner einen kleinen schrei des entzückens losläßt und der etwa den namen restif de bretonne, harry graf kessler oder - naja, den kennt ja jetzt hoffentlich jeder - samuel pepys nicht erst lange nachschlagen muss.

[ Nachtrag ]

nur um nicht mißerstanden zu werden: mich überzeugt natürlich im grunde der beitrag "Dieses Gerät gefährdet das Abendland" von magdalena bienert durchaus und "die geschichte der jugend" in arte hat mich letztlich mit "der jugend von heute" und ihrem treiben versöhnt.

aber deshalb muss ich mir ja nicht gleich ein handy zulegen, oder? oder dreimal am tag meine befindlichkeit in die welt raustwittern oder meinen status bei "facebook" aktualisieren. diese dinge verändern eben das, was man tut und wie man denkt.

muss nicht sein, geht auch so.

[PS]

ich verrate dir jetzt, daß ich gestern meine älteste im fernsehen gesehen habe, in eins-plus "klub konkret" thema "Glaubst du eigentlich an Gott?" ... - und mächtig stolz bin auf sie.

also, nicht, daß ich stolz wäre auf mich, daß ich so einem mädchen mit in die welt verholfen habe und mir jetzt alle für meine tolle leistung auf den rücken klopfen sollten, auch wenn sie ganz eindeutig als meine (hippie)-tochter auftrat und ihrem dad ne kleine liebeserklärung verpasste.

nope, ich bin stolz darauf, daß sie es besser hinbekommen hat als ihr dad mit seinem doch arg ängstlichen auftritt im SR zum thema "omnibusfahrer". oder seine lustigen anrufe beim SR thema "krefelder krawalle" oder "begriffe besetzen" und das war nur radio, keiner konnte mir zugucken. ...

von dieser stelle: gut gemacht, faye! mehr davon!

Dienstag, 14. Mai 2013

dlf soundcheck, die zweite ...


lieber anonym,

so ein klitzekleines bißchen jammern und wehklagen nach 22 jahren innigster zuneigung zu einer radiosendung - und auch, wenn ich der einzige bin, der das tut - muss gestattet sein und hat auch, denke ich mal, weniger mit dem sturen verharren in der vergangenheit als mit der qualität der sendung zu tun.

ich hab's ja unterdessen abwärts von VIDMUSIC 76 runter auf VIDMUSIC 48 bei meinem versuch, wenigstens die archive zu sichern geschafft, eine menge alter sendungen noch mal gehört und weiss, wie toll gerade die von karl lippegaus zb. waren.

er war der, der mir namen genannt hat, die ich nicht kannte ... und ich bin eingebildet genug, zu behaupten, daß ich vorher schon eine menge kannte. aber zb. pascal comelade, um einen herauszugreifen, in einem 2 stunden portrait mit sachkundigem kommentar vorgestellt zu bekommen, das hatte schon was erleuchtendes. naja, karl lebt zwischen deutschland und frankreich, da gibt es eine offensichtliche kulturelle parallele

ganz zu schweigen von den beiden büchern aus dem neospheres verlag in marseilles über französischen underground und krautrock, die ich mir am nächsten tag bestellt habe. ihn zu verlieren, nicht nur dieses ritual der frühen samstag nacht, das ist so, als sei ein alter freund gestorben, der einem - ich sage das noch mal - 22 jahre die hand gehalten hat. man steht am grab und weiss, der kommt nu' nicht wieder und du bleibst allein.

bedeutung hat nur, wem man bedeutung gibt. 

für mich hatte der soundcheck von minute 1 an bedeutung und wert. eine art akustisches "rock-lexikon" und ich liebe nun mal rock lexika, die ich schon in den 70ern verschlungen habe, einmal abgesehen von den liebevollen kompendia wie "the great rock discography" von martin c. strong, der fleißarbeit "shaking all over" von hans-kürgen klitsch oder den "rockmusik lexikon" von christian graf & burghardt rausch, die ich von der ersten noch selbstverlegten ausgabe bis heute kaufe.

wobei ersteres für (martin c strong) vielleicht für andere wie ein besseres telefonbuch daher kommen mag, für mich war es ein "fahrplan". heute guckt man ja so was bei "allmusic.com" nach,

aber ... muss ich deshalb die gewohnheit, zwischendrin das buch aus dem regal zu greifen und es nachzulesen, geich dem monitor opfern? motto: ist schon betagt, kann in die mottenkiste?

[..] wenn du gern in der Vergangenheit lebst,
[..] greife auf dein Archiv zurück.

ich bin anmassend genug, zu behaupten, immer ein bißchen in der zukunft gelebt zu haben, sei das nun der TI 99/4A mit 64kb hauptspeicher und kassettenrecorder als laufwerk, der teilnahme an den frühen foren bei compuserve, der ideenwelt von timothy leary oder ra. wilson ... und dann meiner zeitgenossenschaft dabei zuzugucken, wie sie nachtröpfelt, um nachher zu behaupten, sie sei auch schon immer "da" und "dabei" gewesen.

für mich ist rockmusik "geschichtsschreibung" und so gehe ich damit um. 

sie hat für mich einen "wert", ich reite keine welle oder laufe mit, ich will nicht zwanghaft "vorne dabei" sein, ich will eine "erzählung". das reine abspielen von musik, so wie es der neue soundcheck nun tut, ist für mich ohne wert und ich beklage im grunde, daß mit dem sterben solcher formate auch die dazugehörige "geschichte" abnippelt, der zusammenhang flöten geht und eine kunstform "stirbt" - ich habe auf die vier sendungen über die beatles von barry graves verwiesen und könnte ad hoc eine ganze reihe solcher sendungen nennen, belasse es aber mal bei dem verweis auf tiny hagens wunderbares 5teiliges portrait der musik aus new orleans oder der "story of pop" reihe von alan freeman.

natürlich gibt es auch visuelle versuche, sich dem anzunähern, ken burns "jazz" zb. und natürlich gibt es auch klaus walther, der ab und an beim hr oder bei drw seine kleinen juwelen funkeln läßt, die dann in der summe mehrerer eher kleiner teile ein grandioses ganzes ergeben, aber ...

machen wir uns an der stelle doch nichts vor: die lieblosigkeit, mit der solche formate gekillt werden hat system, so wie die katholen die bücher der mayas verbrannt haben. da hilft mir persönlich auch kein "die zeit geht weiter". nope, die zeit wird beschleunigt, die oberflächlichkeit, das sensationsgeifernde obsiegt und der _zusammenhang_, die "geschichtsschreibung" geht flöten.

ich denke, in dieser sicht auf die dinge, bin ich meiner zeit immer noch "voraus". 

was rockmusik war, was sie für die transformation des planeten zu einem besseren ort, ihrer rolle als "lingua franca" der jugend der welt, bedeutet, damit habe ich etwas verstanden, was meinen zeitgenossen in ein paar jahrzehnte erst verstehen werden, wenn ihnen der wert der rockmusik klar wird und sie ihre kulturelle bedeutung und ihre - ich sagte das ja - eigene geschichtsschreibung als solche versteht.

wir stehen da hier immer noch unter der idee, dass das ja alles nur belang- und wertloser unterhaltungskram ist, den zu hegen und zu pflegen sich nicht groß lohne. immer noch dieses E und U ding. da sind die deutschen immer noch kleine nazis und wollen nicht, daß die "negermusik" die rasse oder doch deren ernsthaftigkeit "verseucht" und das ist jämmerlich.

[..] Wenn nicht finde Neues

wie gesagt: ich sitze nicht auf meinem berg an grateful dead konzerten und bin ein stocksteifer purist, der nur das alte gegen das neue verteidigen will. wenn das neue gut ist, her damit - und es gibt immer eine menge guter neuer sachen, die in der tradition stehen und nicht als eintagsfliegen nur das häppchendenken bedienen oder als klangtapete am nächsten tag vergessen sind.

es gibt "weiter vorne" einen post, in dem ich meine 1001 lieblingsplatten aufliste, ich weiss nicht, ob das zum jeweiligen zeitpunkt "nur das alte" ist, auch wenn - um's aktuell zu machen - camera aus berlin klingen wie "neu" - natürlich das vertraute und bewährte immer einen bonus hat, meine kinder mir die monika roscher bigband anschleppen oder ein obskurer blog mich mit douBt's  "mercy pity peace & love" beglückt.

ich denke nicht, daß es die weigerung ist, mich auf neues einzulassen.

es ist eher die klage, daß das alte seinen wert verlieren soll, nur weil es "stoff von vor einem jahr" ist und damit "out".

an der stelle war dann der soundcheck auch oft hilfreich, den mit "moondog" oder "kevin coyne" nicht mehr vertrauten hörer daran zu erinnern, daß rockmusik "geschichtsschreibung" ist und das "alte" zu kennen, für die "neuen" vielleicht eine ganz interessante sache sein kann.

deshalb das wohlgefüllte archiv, nicht um mich im verschnarchten alten einzuigeln und mit rosinante gegen die jetztzeit in der attitüde des ewig gestrigen anzureiten.

auch "weiter vorne" singe ich der einzigen zeitung, die mich in der haltung wirklich mit validem bedient, ein hohelied.

in deutschland müssen wir mit der springer schrottpresse leben und die wunderbare rororo reihe "rock session" ist vor jahrzehnten schon eingegangen.

in so einem land ist es klar, daß für so etwas wie den "soundcheck" kein platz mehr ist.

der fehler lag nicht bei der sendung, er liegt in unserer betrachtung der rockmusik als konsum und nicht als kulturprodukt und der ignoranz von herzlosen bürokraten, die auf dem reissbrett formate zerstören ...

ohne dass adäquates nachwüchse.

grüße und danke für die geduld ...

Sonntag, 12. Mai 2013

och, nöööö ....

mal ehrlich, daß es so schnell geht, hätte ich ja nu' wirklich nicht gedacht:


ist das jetzt so was wie der schwarze ritter in "die ritter von der kokosnuss" und wir einigen uns auf ein unentschieden, oder vielleicht sogar ganz raffiniert, weil der notorische herr ulköttel in seiner kokosnuss gelesen haben will, daß die kanzleröse sich vielleicht zur not von der afd in den sattel helfen läßt ... die variante, in der jemand zur ihr unter eine decke kriecht, wollen wir uns erst gar nicht vorstellen ... wäre ja schon ein bißchen wie, daß die evangelen den katholen bei der, hüstel, reformation ihrer kirche behilflich wären.

wer weiss das schon und wer will das alles schon so genau wissen? 

viel spaßiger dürfte es eh werden, jetzt dem gewusel im ameisenhaufen der euroneurotischen zuzugucken und auf den ersten zu warten, der vorschlägt, die DewAfD ("die einzige wahre Alternative für Deutschland") zu gründen ... .

die sind ja sooo putzig, die euroneurotischen .... und die deutschen wirtschafts-"nachrichten" einfach immer eine unterhaltsame lektüre, wenn man sich von dem wirklichen "nationalistischen kackscheiss" erholen muss und sich gerade mal eine sekunde vorgestellt hat, was wohl dabei heraus käme, wenn dieses würstchen was zu sagen hätte. 

ach ja, was ist eigentlich aus den piraten geworden?

schon okay, du nerv, du fragst dich natürlich, was eigentlich aus meinem "der maskulinismus und sein folgen" teil 2 geworden ist ...

na danke, heute ist muttertag ...

[kleines ps]

nicht, daß ich das gestern, als es noch keine kommentare unter dem artikel gab, nicht gewusst hätte: na, wer ist schuld????

klar, die blöderberger, wer sonst, die wollen dem lucke jetzt das autofahren vermiesen ... und meine idee von dwrDewAfD, war wahrscheinlich auch nicht so abstrus und es bildet sich vielleicht gerade der ENU (euroNeurodische unnergrund, um im sprachvermögen des rittmeisters zu bleiben).

zu blöd, daß man "euroFanatische" nicht sofort erkennen kann, weil sie keine dönerbuden betreiben. oder, wer da als vic klemperer sein unwesen treibt.

ehrlich, ich könnt' mich ömmeln. die sind soooo putzig, die euroNeurotischen ...

Samstag, 11. Mai 2013

Montag, 6. Mai 2013

na danke!

immer, wenn etwas "reformiert" wird, kannst du mal davon ausgehen , daß hinterher etwas kaputt ist, woran dir vorher was gelegen war, und am ende etwas, das du vielleicht gar geliebt hast, ein für alle mal ruiniert wurde.

ich hasse reformen ...

gerade hat der deutschlandfunk sein nachtprogramm "reformiert" und dabei etwas zerstört - oder doch so ruiniert, daß es nicht mehr als das "brauchbar" ist, was es einmal war - woran mir jedenfalls wirklich etwas lag.

der "DLF Soundcheck" wurde von zwei stunden auf eine stunde verkürzt und nach der sendung eben muss ich eine fast 20jährige freundschaft wohl mit einem traurigen "sag beim abschied leise servus" und einem trotzigen abhören der ersten sendung, die hier noch auf einem videoband aufzutreiben war, beenden.

"ach", sagst du, "der soundcheck im dlf ist also eine stunde kürzer und bei dir bricht eine welt zusammen und du jammerst hier herum? komm mal auf den teppich ..." und das sagst du nur so leicht dahin, weil du im grunde keinen blassen schimmer hast, was das mal war, der soundcheck ...

so ist es ja immer: jemand, der keine ahnung hat - das sind die besten für so was - und die dinge aus einer möglichst rein auf's bürokratische reduzierten sicht betrachten können, bekommen dann einen auftrag,

ob es sich dabei dann um fahrpläne der eisenbahn oder eben um ein programmschema handelt, ein deutscher bürokrat bekommt das hin. egal, was am ende vernichtet worden ist.

zu hoch gegriffen?

ach was. auch wenn hier nur eine der wenigen programmflächen, in denen jemand kohärent ein thema oder eine band abhandeln konnte, offensichtlich ein für alle mal futsch ist.

unlängst (ein schönes wort) lief im deutschland radio kultur in der reihe "aus den archiven" die wiederholung einer sendereihe von barry graves zu den beatles (1) (2) (3) (4), die noch mal demonstrierte, was mal möglich war. hat wahrscheinlich geld gekostet und jemand kam auf die glänzende idee, das programm zu "reformieren" und ... naja, die archive.

du hast es verpasst? tja. dumm gelaufen.du hast es zwar bezahlt, aber, leider, leider, leider kommen darin töne und klänge vor, die sind so was von wertvoll, weil irgendwann in den 60ern und 70ern eine band namens "beatles" stücke aufnahm, die du in und auswendig kennst (naja, kennen solltest, aber das ist ein anderes thema) und wahrscheinlich bei zuruf stante pede singen könntest ...

aber 50 jahre später will immer noch eine firma geld damit machen. worüber man streiten könnte, ob zb. der anspruch der überlebenden bandmitglieder und deren nachkommen und verwerter nach 50 jahren das zu so einer teuren angelegenheit macht, daß es sich der DLF nicht leisten könnte, ein paar pennies für die verwendeten titel zu zahlen, oder - auch ein gedanke, der im radio in einem feature gespielte titel nicht vielleicht als werbung zu betrachten ist, für die eigentlich die plattenfirmen zahlen müssten ...

ein komplexes thema.

naja, du hast es jedenfalls verpasst.

und jetzt bist du halt damit konfrontiert, daß dir jemand erzählt, das seien vier tolle stunden gewesen und dich damit nervt, daß du sie verpasst hast. und fragst dich: na und?

wenn das so ist, stöber' lieber weiter im youtube katalog herum.

hier geht es um kulturgüter, die vernichtet werden, ohne daß das jemand interessiert.

ausser vielleicht mich.

beim herumgoogeln bin ich auf ein radioforum gestoßen, in dem jemand flappsig meinte, daß das schade sei, das mit dem "soundcheck", weil der manchmal einen schlechten "mitternachtskrimi" wieder ausgleichen konnte.

ach, ich dachte immer, der "mitternachtskrimi" sei nur das appetitthäppchen ...

andere leute gehen sonntags in die kirche.

ich habe in den letzten 22 jahren in der nacht von freitag auf samstag zuerst den mitternachtskrimi und dann den soundcheck gehört. für mich jedenfalls war das äquivalent. ein ritual. ein ort, an dem ich mich "zuhause" gefühlt habe.

ja, ich bin der, liebe leute vom soundcheck, von dem ihr euch immer gefragt habt "wer ist der kerl, der uns zuhört?"

huhu, hier sitzt er. 

von anfang an. also von dem moment an, als peter strotmann die arbeit von dave stewart als musiker und produzent über zwei stunden lang ausbreitete und bemerkte, an die frühe stunde als arbeitszeit müsse er sich wohl gewöhnen. das war 1991 ... schreck, ich bin 22 jahre einer radiosendung treu geblieben ...

das weiss ich deshalb so genau, weil ich die sendung gerade noch mal von einem videoband "gerippt" & gehört habe, auf das ich es wohl irgendwann in den 90ern von einer kassette überspielt oder ... ich habe den "cut" nicht gefunden, der nach 45 minuten halt entsteht, wenn man auf kassette aufnimmt ... es vielleicht sogar direkt von einem analogen radio mit dem videorecorder aufgezeichnet habe.

häh? videorecorder????

yep. einfache sache: man muss ja nicht unbeding filme oder serien auf eine videokassette aufnehmen, man kann auch auf ein vier stunden VHS-tape 8 stunden reinen ton in guter qualität aufzeichnen. das war äußerst praktisch, wenn man hörspiele, features oder eben den "soundcheck" aufnehmen wollte, weil ... naja, ein tape hat normalerweise 90 minuten - und wenn so ein hörspiel 55 minuten hat, ist man halt aufgeschmissen.

videobänder waren also (an jenem punkt in zeit & raum) eine praktische sache.

klangen auch wirklich klasse und waren, wenn man den ton von einem analogen sat-receiver als unterspur der jeweiligen sender aufzeichnete, den tapes definitiv in jeder hinsicht überlegen.

in einer hinsicht schlechter als ein normales tape: das konnte man zur not mit einem bleistift, einem scharfen messer und dem klebestreifen an der drum-packung wieder auf vordermann bringen, videobänder waren da weniger zugänglich.

und leider auch nicht so haltbar

ein bißchen wie CD und DVD: kassetten halten sich auch nach jahrzehnten besser als videobänder. und so klingt auch der erste soundcheck: bis der tonkopf sich eingemessen hat und wirklich halbwegs knisterfreien stereoton liefert, ist's ein bißchen hin ... die ansage von peter ist mit ein bißchen normalisieren auf einen akzeptablen sound hinzutrimmen, aber "jack talking" von den spiritual cowboys ein gejaule und geknister, das nicht hinzukriegen ist.

aber am ende?

ein 8 stunden videoband mit den ersten 4 soundchecks fließen über den "audio recorder" auf die festplatte des miniMac und wird am ende auf dem PC mit einer steinberg waveLab version von anno dazumals in kleine feine häppchen geschnitten in einen odner auf einer USB festplatte, auf der sich die soundchecks der jüngeren jahre wohl sortiert befinden, kopiert.

neben den vier folgen von barry graves. natürlich.

okay, heute sind videobänder eine obskurität, soundcheck folgen aus jenen tagen sowieso, aber ... ahem, lieber deutschlandfunk: nett, daß du kleine häppchen deines programmes als podcasts anbietest - ich liebe deinen service - aber, mein archiv ist auch nicht von pappe und wenn du mir meine lieblingssendung kaputt trampelst mit deiner verdammten reform:

FICK DICH!

und diesen herzlosen bürokratenarsch, der meine absolute lieblingssendung ruiniert hat, den soll der teufel holen und ganz ganz ganz langsam an einem durch seinen after geführten und aus dem mund wieder an das tageslicht kommenden stock drei ewigkeiten rösten!

dumm bloß: ich hab' mir für die schlechten zeiten, von denen ich ja wusste, daß sie irgendwann mal kommen (habe ich es nicht schon immer gesagt!), einen kleinen vorrat angelegt ...

es gibt halt bloß keinen nachschub mehr.

das ist ärgerlich, aber auf der anderen seite gewinne ich jetzt natürlich zwei stunden zeit, in der ich nicht mehr den abenteuern von michael frank, günther janssen,  thomas elbern, knut benzner oder ... mein absoluter held, keine frage ... karl lippegaus folgen kann. udo vieth kann ich verschmerzen, aber lippegaus?

na gut, ich habe seine alten sendungen, die schon früh auf CDs landeten, als man noch CDs brannte, um seine freunde damit zu beglücken. sicher ist sicher.

man weiss ja nie, ob so ein videoband für alle zeiten hält.

[zwei wochen später]

ja, ich bin eine faule sau und hatte gerade besseres zu tun, kann aber berichten, daß videotapes durchaus haltbar sind, und ich mich jetzt langsam von hinten (VIDMUSIC 75 * 8 stunden =  600 stunden = 25 tage) peu a peu nach vorne durcharbeite und der soundcheck auf meiner features USB mittlerweile ca 100gb belegt.

war sowie so mal zeit, daß die videobänder aus dem haus kommen.

wenn ich durch bin, veröffentliche ich eine kleine (kicher) liste des archivs, falls es da draussen noch einen (...) menschen gibt, den so etwas interessiert ;-)

[ach ja]

ich lese, die eurokrise ist beendet und frankreich bekommt jetzt geld dafür, daß es sich geld leiht.

na so was aber auch, liebe euroneurotischen freunde, das tut weh, wa?

Samstag, 20. April 2013

ein bißchen zuhören

eine interessante diskussionsrunde zum thema "NSU-Prozess, Neo-Nazi-Sumpf und das Image Deutschlands", den du durch die wunderbare reihe "Der NSU-Komplex" von esther ditschereit ergänzen solltest, in der sie dir 5 menschen vorstellt, denen zuzuhören genauso erhellend ist, wie die empfohlene diskussions runde.

01 Mario Melzer
02 Eike Sanders
03 Thomas Grund
04 Kutlu Yurtseven
05 Katharina Koenig

ich habe mir mal angeguckt, wieviele beiträge der dlf zb. über das verfahren in münchen und den in umgebenden (kreisch!) skandal über die platzvergabe an journalisten gebracht hat.

es sind ca. 20 mal so viele wie beiträge über die Taten der NSU selbst ...

in diesem land können über ein jahrzehnt hinweg nazi-terroristen leute umbringen und - weil es sich eben nicht um politiker handelt - werden hier nicht die regeln der "sippenhaftung", die bei der RAF vollkommen selbstverständlich waren, angewandt.

mitgliedschaft in einer terroristischen vereinigung? da musste man nicht nachweisen, was einer oder eine gemacht hatte, drei mal lebenslänglich.

naja, dieses land hat ja schon probleme damit, seiner bevölkerung beizubringen, daß einer seiner lieblingsautoren (das wird man ja mal sagen dürfen ...) ein von der UN geprüft & gesiegelter rassist ist und man nun vom UN-antirassismus-ausschuss nun als land dazu verdonnert wurde, das seinen komplett verblödeten bürgern - oder dem teil davon, der sich diesen schinken zugelegt hat, um dahinter versteckt jeden noch so blöden schwachsinn in alle foren des landes zu posten - beizubringen, was der andere teil per se sofort verstanden hatte.

alle haben nun ihre "pflicht erfüllt", eine etwas verschämte "gegendarstellung" gedruckt und nun wird fröhlich weiter über die unarten der muselmanen spekuliert ... na danke.

bei der lage: frau zschäpe wird wohl mit 3 monaten auf bewährung bekommen ...

auch interessant, aber andere baustelle: barabara eisenmann erklärt exemplarisch in "Der spanische Fall", was schiefläuft in der EU, und Frank Möller erinnert an den zivilschutz in "Aktentasche und Atomblitz". also an die zeit, in der man sich noch vorstellen musste, daß gleich die welt in einem atomblitz untergeht und alles, was einem diese nette schildkröte in "duck & cover" beigebracht hatte, sich als ziemlich nutzlos erweisen würde.

der rest ist schweigen ... und zuhören ;-)