Freitag, 8. Februar 2013

fahr'n fahr'n fahr'n auf der autobahn

wo sind bloß "die guten alten zeiten" (g.a.Z.) geblieben?

als alles noch schön klar war und es männer in der politik gab, die noch für etwas standen, und sei es nur die offene freundschaft zu verbrechern und diktatoren,  den anschein von korruption und die verantwortung für den tod von starfighterpiloten wie etwa franz josef strauß, der heute die post mit einem bemerkenswerten auftritt eröffnen darf.

ich bitte dich, dir seine worte auf der zunge zergehen zu lassen, nicht sofort - wir haben ja immer sofort ein urteil parat - genau zu "wissen", was gemeint bist, ich werde in den nächsten postings zum thema "gedankenautobahn" diesen auftritt ein bißchen "kronzeuge" spielen lassen, wenn ich dir erklären werde, wohin wir beide eigentlich fahren.

ich brauche keinen navi und ich fahre schon lang ...

vertrau mir, ich weiss, was ich tue.

auch ohne magnum - und es wird niemand zu schaden kommen.




ich habe die kürzeste variante gewählt, länger muss man den mann nun wirklich nicht ertragen.

wenn es einen g*tt geben sollte, danke für den köstlichen scherz, ihn so dahin zu raffen, so kurz vor dem fall der mauer und auf der jagd.

ein letztes hallali, täterä!, also für diesen illuminaten ...

ach, jetzt fange ich auch noch an mit diesem illuminaten-kram?

aber ja doch.

wenn ich franz josef strauß sage, hüpft hinter mir - wie aus zauberhand - die zweite "titanic" aus dem regal, ein artikel mit der überschrift "wer regiert die welt" schlägt sich wie von selbst auf und erzählt eine lustige geschichte von dieter huber, zwischen 1976 und 1979 persönlicher referent von FJS und von einer - um beim thema zu bleiben - fahrt in einem mercedes auf der autobahn irgendwo zwischen 160 und 170 km/h, während der FJS nach ein paar piccolos (womit ich auch einen dezenten schlenker zur brüderle debatte hinbekommen haben dürfte) in's schwadronnieren gerät.


ich merke an dieser stelle einmal kurz an, daß ich damals die bücher von robert a. wilson, jedenfalls "illuminatus!" und den "cosmic trigger" gelesen und verinnerlicht hatte, sie mich also nicht wie karl koch als paranoiden wieder in die welt entlassen hatten, eher "illuminiert" im sinne von, daß ich mir nach ihnen nie wieder einen großen kopp gemacht hätte über diesen verschwörungskram. was vielleicht daran liegt, daß ich mir diesen "white lines"-kram nie gegeben habe. 

man sollte sich grenzen setzen. jedenfalls bis zur rente

wenn man "illuminatus!" verstanden hat, findet man "verschwörungen" höchstens noch "interessant", man möchte ein paar dingen auf den grund gehen, stolpert über die "thule" und arbeitet eben so etwas eben auf, auch wenn es nur wenige historiker in den 80ern interessant fanden, sich an einem solchen thema die finger zu verbrennen und sich die frage zu stellen, ob der nationalsozialismus vielleicht keine politische bewegung sondern eher eine "okkulte religion" sein könnte. 

warum über das offensichtliche nachdenken, wenn man sich doch den tag mit nutzlosem geschwätz auf höchstem akademischen niveau vertreiben kann.

robert a wilson war mir damals übrigens als ausgabe des "sphinx verlages" vor die füsse gerollt, dem ich später in form der hauspostille auch mitte der 80er ein paar erkenntnisse über diese "computer" entnahm, die bis zu dem zeitpunkt für mich jedenfalls eher die werkzeuge des "großen bruders" waren. 

naja, es ist ja noch nicht wirklich raus, ob sie das nicht doch sind oder es mal werden könnten.

das heft machte mir jedenfalls klar, daß man sich  wohl darauf einstellen müsse, daß wir alle demnächst mit diesen dingern und geräten, die sich "modems" nannten, miteinander kommunizieren würden können. 

wir alle. miteinander. über die ganze welt.

die sache hatte da noch keinen namen, aber als mir mein jüngerer (leider verstorbener) bruder, dessen bild ich ja gestern auch gepostet habe, einen TI 99/4A in die hand drückte, begann ich zu verstehen, was das war "computer" und sie in unter meine kontrolle zu bringen. 

64kb hauptspeicher und alles ist möglich!

aber, ich wollte nicht abschweifen, also zurück zu franz josef strauß

und zu dem bericht von dieter huber von einer fahrt in einem mercedes über eine autobahn


man stellt sich - für einen moment - franz josef strauß oder eine seiner inkarnation einen kommentar postend im handelsblatt vor und kichert: hey, genau so reden die da, wenn die "euroneurotiker" über die "illuminieten und blöderberger" ins deliriren geraten und ahnt: 

FJS ist wohl ihr schutzpatron ...





womit klar sein dürfte, was mich dazu brachte, mich mal mit der "thule" zu beschäftigen und eine kleine seminararbeit zu verfassen, die meinem prof., der von sich behauptete, jeden noch lebenden SS-mann in der stadt mit namen und wohnort genau lokalisieren zu können, ein klitzekleines bißchen in's taumeln brachte.

da sie zu lange für einen "hausaltar" in der reihe "aus den archiven" ist, frag' archive.org danach ...

und, wenn dich der ganze artikel interessiert, kauf' dir einfach den ersten jahrgang der titanic. nein, das sind nicht meine, die gibt's nur "only from my dead cold hands ..."

aber, ich will dir das ende nicht vorenthalten


googeln hilft nichts

stelle ich fest, weil ich dich jetzt gerne zu einer geschichte führen würde, die ich damals in der "konkret" (ich gestehe, ich habe mal die "konkret" und das über jahre) gelesen habe, in der es um einen ganz seltsamen fall einer entführung geht, deren opfer wohl dieter huber gewesen sein muss, wenn ich das recht erinnere, ein fall von terrorismus, schon klar. 

das opfer tauchte dann, so schwirrt das in meinem kopf herum und ich bin heute wirklich zu faul, den artikel aus den archiven zu zerren - wo er sich mit sicherheit findet - unversehrt aber gefesselt in einer garage wieder auf. oder an einem baum in einem wald, so genau kann ich mich jetzt nicht erinnern. 

vielleicht vermischt sich da auch etwas mit der geschichte eines gewissen "captain hagbard celine" (ja, er hatte halt "illuminatus!" gelesen und was könnte passender sein als sich als nom de guerre jenen anarchistischen kapitalisten herauszupicken?), der ja auch an einem baum endete.

woran uns ja letzte woche freitag das feature "Der Hacker Wau Holland oder der Kampf ums Netz" von walther van rossum noch einmal erinnerte.

sollen wir mal kurz anhalten, uns die beine vertreten und einen espresso trinken?

da vorne ist ein rastplatz, ich biege mal kurz ab ...

ach ja, bevor du auf dem klo verschwindest: in "illuminatus!" erzählt wilson auch von der wirklich perfidesten strategie der "illuminaten": sie kaufen sich nicht etwa eine zeitung oder partei, um die herrschaft an sich zu reissen. 

nein, sie kaufen alle ...

und: franz josef strauss flog nicht etwa aus dem amt, weil er mit seiner entscheidung für den "starfighter" eine solide basis für jede menge korruption legte oder die verantwortung für den tod von piloten tragen musste.

iwoh! er musste aus dem amt, weil er einen zeitungsredakteur ausserhalb der landesgrenzen, konkret im  spanien seines dikatoren-freundes franco von der dortigen polizei, verhaften ließ ...

denk' mal drüber nach, während du gleich deinem geschäft nachgehst.

ich guck mal, ob hier der kaffee okay ist.
ach ja, kleines ps

falls du dich fragst, warum ich dieses ständige trademark dingens (™) an alles mögliche hänge: 

nun, ahem, ich glaube dieses woanders ist der eigentliche grund, der mich dazu bringt, diese ausufernde serie von postings zu schreiben. "wir" ist nämlich ein "mighty big word" und es schliesst für mich jedenfalls eine menge mehr ein als neue K- ... äh ... F-gruppen, die nur glauben, die welle zu reiten - aber eigentlich von etwas geritten werden. wahrscheinlich von der eigenen selbstüberschätzung, die nur funktioniert, wenn man partout nichts aus der geschichte lernen will, weil man sie nicht kennt. 

einerseits ... 

andererseits sind die worte, die ich damit verunziere tatsächlich wahrscheinlich meine ureigenen kleinen wortschöpfungen. jedenfalls bilde ich mir das ein, sie eingeführt zu haben.

manchmal denkt man/frau ja, man/frau hat etwas erfunden, was es zwar schon lange vorher gab, oder man/frau fordert jemanden auf, endlich einmal etwas zu erfinden - etwas wie die "netiquette" zb., was es auch schon lange gab und ist so stolz auf die eigene leistung oder die erkenntnis, die man/frau gerade hatte, daß man/frau leicht übersehen kann, daß man/frau das rad gerade zum xmillionsten mal erfunden hat. gratuliere. damit könnt ihr im fernsehen auftreten, die brauchen immer etwas, womit sie diese elend leere sendezeit vollstopfen können.

oder aber den ein und den selben fehler immer und immer wieder machen.

martina schulte's stimme jedenfalls schien gestern leicht zu zittern (vor wut, martina?) als sie das wort "gegnerische texte" aus einem blogpost zitierte. 

ich bin ja überzeugter "martinaschultelologe" (warum sollen menschen nur an den lippen von bob dylan hängen?) und glaube, dieses zittern herausgehört zu haben.

und noch ein addendum

natürlich befinden sich in meinem archiv nicht nur alte titanic-ausgaben. da findet sich auch "bevor hitler kam" von rudolf freiherr von sebottendorff im nachdruck, die "geschichte des illuminatenordens" von leopold engel (inclusive aller vorhandenen originaldokumente) und natürlich auch eine aufnahme der swf2 soiree "nationalsozialismus - politische bewegung oder okkulte religion" von peter orzechowski, der mir ein paar jahre nach meiner hausarbeit meine vorstellungen so bestätigte wie auch manfred rexin's "hitler's weltbild - rassenwahn und weltmachtträume", dessen monumentales "regime unter dem hakenkreuz" ich jedem an's herz legen möchte, 25 cds. vor allem das kapitel "machtergreifung" ist erschütternd in seinen geschichten.

aber mein eigentliches lieblingsbuch ist "calwer historisches bilderbuch der welt", das nur bilder einer untergegangen welt enthält, bevor wir sie betraten und der vielfalt der kulturen ein ende bereiteten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen