für die neu & alt püttlinger



wenn du hier gelandet bist, weil die seite hinterwaldfestival.de dich hier her gelockt hat:
ich bin so
schrecklich gesprächig, daß das, was dich vielleicht am meisten interessiert, jenseits des ganzen
seltsamen krams hier, ein paar seiten weiter gerutscht ist. ich lege dir also einen besuch bei

du kannst auch bei den labels rechts, also die "Hausaltäre", "artifacts", "snoid studios", "hinterwald",
"triebwagen", "URKS" oder "sinalco fluor s" zb. klicken. ansonsten: willkommen & viel spaß! .....

Sonntag, 27. Januar 2013

au weia ...

"ich honn mo widda nid mei bleedie fress gehall" (triebwagen) und über #aufschrei bei carta  gerantet.

naja, eigentlich denke ich, daß ich in einer wie immer "hochkomprimierten" form versucht habe, alles zu sagen, was mir zum thema so spontan einfiel, versucht, mich halbwegs "abzusichern", das mißverständnis ist ja sozusagen der sprit, der unsere diskussionen so antreibt, weil irene eine frage gestellt hatte ...

ich hatte aus dem mißverständnis heraus, daß die frage an männer vielleicht ernst gemeintes interesse signalisieren sollte, einen spontanen anfall von "höflichkeit".



wie auch immer, statt eines beitrages, der irgendeine logische linie zu dem letzten hat, nehme ich halt meinen kleinen rant. musste sowieso irgendwann mal in diese oder eine andere form gebracht werden.
irene, deine antwort gerade war, äh, ignorant.
na gut, ich lege mal noch einen scheit auf’s feuer.
ich habe da gerade als mann reagiert, obwohl ich ja “die frau im hause” bin. in den kategorieen, in denen man in den 70ern frauen ja noch einsortierte nach dem motto “wenn frauen die welt regieren, ist es vorbei mit den kriegen” … das war halt noch vor margret thatcher ;-)
in jenen fernen tagen (den G.a.Z.) lief eine diskussion, ich glaube sogar im tv, ein gespräch, – naja, ein streit – zwischen esther vilar und alice schwarzer, die ich mal für die, die mit der position von frau vilar nicht vertraut sind, für den vilar-part (gerade noch mal) in kürze nachzeichne. ihr “historisches erbe” verschleudert frau schwarzer ja mit ihrer islamophobie und (um) kein noch so erbärmliches werbemedium verlegen schon alleine, für die mache ich hier nicht den zusammenfasser (ich habe damals die “courage” bevorzugt … genug namen gedroppt?)
also esther vilar’s position sah damals im wesentlichen so aus, daß sie frauen als geschlecht sah, die – durch den krieg in einem land mit nur wenigen männern lebend – in einer konkurrenzsituation mit den anderen frauen sich befleissigten, den mann zu manipulieren und zu unterdrücken (schon okay, ausbeuten wäre hier besser), der als ernährer gefügig gemacht werden sollte. [das ist arg komprimiert, i know, lies oder hör es selbst nach]
für mich liegt die wahrheit in der mitte, weil esther vilar natürlich einige dinge pointierte, die nicht von der hand zu weisen waren … und sind. frauen sind oft der schlimmste feind der anderen frau. die eine (“anständig”) ist züchtig gekleidet … die andere (“offenherzig”) bietet an, was anzubieten ist, um in der konkurrenz mit dem zu hausieren, was sie eben hat.
es gibt da diesen scherz, daß eine frau, die eine disco etc betritt, nicht zuerst guckt, was für männer da sind, sondern erst mal die konkurrenz checkt. aber ich will mich hier nicht lustig machen, für mich ist das thema zu ernst für leichtfertig dahin geworfene erklärungen oder (dazu später) verallgemeinerungen.
ein großteil des “gefechts” fand und findet also auf einer seite der “front” statt, und so lange dieser “bürgerkrieg” nicht entschieden ist, wird es wohl noch eine menge verwirrung geben.
nun sind ja “männer”, naturbedingt, leicht unterbelichtet und opfer ihrer hormone. frauen sind so klug und sagen ihnen das nicht immer so direkt, wie ich (als “frau im haus”) das gerade tue. sie sind viel zu sehr mit ihrem konkurrenzgerangel um das schönste “weibchen” auf dem hof beschäftigt, als daß sie einen gedanken daran verschwenden würden, wie dämlich und grotteolmig sie sich manchmal aufführen.
kluge frauen, königinnen, verstehen das und gehen damit “chillig & sophisticated” (nur gut, wenn man das martina schulte sagen lassen kann) um. prinzessinnen, offenherzige zumal, belegen immer noch die richtigkeit der gedanken von frau vilar.
“männer” sind oft von diesem sich widersprechenden verhalten von “frauen” verwirrt. ich will damit nicht dieses “du willst es ja auch”, das ich gestern in einem berührenden bericht noch mal las, rechtfertigen, aber als hinweis kann das verständnis dieses umstandes vielleicht hilfreich sein.
ich habe gerade “männer” und “frauen” in anführungszeichen gesetzt, weil es das eben nicht gibt. es gibt _erziehungen_, sozialisierungen, die peer group, das kulturelle umfeld. ich habe keine ahnung, wie “männer” so sind, weil ich in einem katholischen kloster aufgewachsen bin und … naja, die jungs ekelhaft fand mit ihrem groben getue.
und von “frauen” verstehe ich noch weniger. wenn mal die grabinschriften einer normierung unterzogen werden, steht wahrscheinlich auf jedem grab “er/sie hat versucht die frauen zu verstehen und ist gescheitert”. es heisst halt, ich sei “die frau im hause”.
wir müssen langsam mal lernen, daß dieses ganze klischeegetue uns nicht weiterbringt. es ist _rassistisch_. ich hasse es, von dir, irene, in diese “dummer mann, der rechtfertigen will, daß…”-kiste gesteckt zu werden, es ist respektlos und ignorant. so ignorant wie das dummdreiste verhalten von diesem weinköniginnen-knutscher, bloß umgedreht …
es geht um _respekt_.
wir müssen aufhören, kinder in rollenklischees zu erziehen, das ist der punkt.
was mich zum letzten punkt meines minirants bringt: “emanzipation”. sorry, ich hab’s erlebt und überlebt, ohne in einer strick- und männerselbsterfahrungsgruppe zu enden. ich sage immer, daß mir frauen meiner generation leid tun, weil sie sich emanzipieren “mussten”. gruppenzwang.
unverstandener kram, der dann gerne mal mit dem, was man als zur prinzessin erzogenes mädchen als erweiterung des eigenen anspruchs auf “dienstleistung” in die vorstellung davon, wie die welt zu sein hat, übernahm. das ergebnis: wir leben heute damit, daß eine menge “selbstverwirklichung” in wirklichkeit der schiere egoismus war und in der bauchtanzgruppe der VHS endete, weil man drei männer verschlissen hatte und nun alleine die kinder großzuziehen hatte.
diese generation erzieht nicht nur prinzessinnen, sie hat die varianten um “kleine prinzen”, die an der kasse sich den marsriegel erbrüllen, erweitert.
hier herrscht jetzt, wenn ich da michael winterhoff vertraue, der konkurrenzkrieg zwischen der generation der omas/opas und den müttern, wo erstere früher noch als ausgleich in sachen “wasch dir die hände, bevor du dich an den tisch setzt!” dienten … heute kaufen sie die geschenke, um bloß nicht vergessen zu werden.
lange rede, kurzer sinn: so schön einfach, liebste irene, wie du es dir da machst, ist es leider nicht und ein bißchen finde ich diese “Also weiter in der Übung” nummer schon ein bißchen spaßig, ein bißchen wie “stöckchen werfen”.
daß falk den dackel spielen soll, das sollte ihm, selbst wenn er sich nicht bewusst ist, daß er eher dem behinderten teil der menschheit angehört, schon klar sein.
ich springe nicht über dieses stöckchen, ich habe die “courage” immer der “emma” vorgezogen und könnte heulen, daß (nicht s.u.) der teil, der wirklich “emanzipiert” und nicht bloß katholisch/evangelisch geprägte sexualmoral als keule in die zukunft tradiert hat, am ende die oberhand gewann und esther vilar vergessen ist.
für mich ist madonna und das, was sie repräsentiert, mindestens genau so essentiell wie frau schwarzer für die emanzipation: wir sind individuell und es ist egal, ob du ein männlein oder ein weiblein bist – wichtig ist, was du draus machst
27.01.2013 03:08 
verdammt, schon wieder ein ps.
ich habe vor ein paar monaten auf meinem blog einen artikel aus den siebzigern (gepostet), den ich damals für unsere zeitung “urks” geschrieben habe, trotz des gelegentlich peinlichkeitsgefühls, das einen so anspringt, wenn man dinge liest, die 35 jahre alt sind und geschrieben in einer zeit, in der die hormone noch heftigst in einem wühlten, “beweist” (hurra, endlich kann ich mal was “beweisen” …), daß mich das thema “damals” in der G.a.Z. schon umtrieb: feministenchauvinismus
alles verjährt ;-)
27.01.2013 03:36 
und eine kleine korrektur
“daß der teil, der wirklich “emanzipiert” und nicht bloß katholisch/evangelisch geprägte sexualmoral als keule in die zukunft tradiert hat, am ende die oberhand gewann”
da fehlt ein “nicht”. “wir”, die die emanzipation immer als teil einer jahrhunderte alten “emanzipierungsbewegung” (begriffen haben), zu der der wandervogel so sehr gehört wie die beatniks und die hippies (mein “wir”) haben den kampf nämlich verloren gegen die “alten mächte” zu deren christlich moralinsauren vertreterinnen ich bedenkenlos frau schwarzer zählen würde.
verdammt, eigentlich wollte ich mich aus diesem thema komplett raushalten …
wobei ich hier natürlich die möglichkeit habe, den einen oder anderen schreibfehler zu korrigieren, der test ist also nicht eins:eins sondern der "director's cut".

ein bezug zu dem posting von gestern steht natürlich schon zu erwarten, wie ich oben schon angedeutet habe: jemand, der den text in der art liest, wie man heute halt so "liest", sich also wie irene das herauspickt, was in 128zeichen oder ein entsprechend angepasstes gehirn "passen" könnte, so kann man wahrscheinlich mal wieder alles mögliche herauslesen, was einen in seiner meinung eben bestätigt und was man dazu verwenden kann, mir zu "beweisen", mit "guten argumenten" 'türlich, wo ich irre und unbedingt mal einer ideenkorrektur unterzogen werden müsste, damit ich "endlich" einsehe, dass ...

ah, kumm, geh ma fott!

wie der saarlänner sagt, "hauptsach gudd gess, geschafft honn ma schnell ...".

ich weiss, daß in köpfe immer nur so viel hereinpasst, wie eben halt reingeht.

daß man nur versteht, was man verstehen kann, daß "zeichen in zeichen" eben kein ding ist auf der "gedankenautobahn", über die ich mich bei passender gelegenheit noch mal ausführlich äußern werden, auch wenn mich ja niemand liest ...

auch und schon gar nicht die "prinzessin", mit der ich mal verheiratet war - ich weiss, wovon ich rede, wenn ich über den "gruppenzwang" zur emanzipation, die "selbstverwirklichung" in bauchtanzgruppen ... in meinem falle eher der reiki-gruppe eines baghwan-schülers ... rede.

aber ich will nicht jammern, ich musste nie einen sohn erziehen, ich habe drei töchter, die mich jede auf ihre art immer noch durch ihre schiere existenz beglücken.

und wozu sollte ich jammern, ich habe ja am ende eine "königin" abgekriegt ;-) (*)

die allerdings nur den kopf schüttelt über diese ganze diskussion.

ich finde sie spannend, ich hoffe, daß sie etwas bewirkt und nicht als eine dieser in immer kürzer werdenden wellen an die erregungsgesellschaft brandenden ersatzhandlung und scheinriesen enden wird, weil wir uns nur zu gerne über den anderen aufregen, gerne säue durch's dorf treiben und alle und jeden bezichtigen dürfen, wessen auch immer, "antisemitismus", "rassismus", "chauvinismus".

aber, wenn man mal ne sekunde darüber nachdenkt ...

it just smells funny, doesn't it?

so, und jetzt freue ich mich schon diebisch auf die absehbaren "mißverständnisse". was wären wir ohne den ewigen streit, wer "recht hat" ...

PSwie's der zufall so will ... ]


der schallplattenapparat tut, was er tun soll, schätze retten, bevor die reste von zwei sammlungen, die irgendwann man zusammengewachsen sind, nach dem wassereinbruch im keller in andere hände gehen.

gerade läuft (natürlich nur zum kontrollhören ... ) "milva - ich hab' kein angst".

1981 ... vor dreissig jahren ...

ich sitze da und frage mich: "verdammt, was ist eigentlich schief gegangen. es sollte doch eine generation von frauen geben, die auch damit 'aufgewachsen' sind. wie reden die eigentlich mit ihren töchtern?".

und wenn ich diese berichte auf  #aufschrei so lese, junge mädchen, die erzählen, was sie so tagtäglich erleben, muss man sich das wirklich mal kurz fragen:

verdammt, was habt ihr gemacht?

wart ihr bei der VHS, oder was? 

(*) was ich nicht nur sage, weil du es lesen könntest, liebes, so weit kommt's noch, daß ich dir mal ein kompliment machen würde, das du nicht verdienst [okay, valentinstagsverpflichtungszeuchs abgehandelt für dieses jahr ...]



[ nachtrag ]

ich befürchte ich bin ein troll. oder ein "neger".

streicht mich aus den büchern und alle lästigen fragen verschwinden gleich mit.

immerhin bin ich kein denunziant.

ganz ganz ganz großes kino. nimm dir noch ne tüte popcorn.

kotztüten werden später gereicht.

[noch'n nachtrag]

meanwhile: die welle schwappt ja jetzt langsam wieder zurück und ertappe mich dabei, mich in schlechter gesellschaft wiederzufinden, und es wird sicher noch ein bißchen dauern, bis wieder ruhe im erregungsententeich herrscht.

während also alle dabei sind, ihren verstand mühseelig wieder zusammenzuklabustern, da setzt antje einen drauf. ich war ja schon froh, daß sie ihren beitrag, in dem sie in "a game of thrones" die restauration veraltetert patriarchalischer weltbilder zu erkennen glaubt, nicht crossgepostet hat und ich mich darüber nicht aufregen muss, aber mir ist gerade der kragen geplatzt.

im hiphop bereich nennt man das "jemanden dissen".



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